Donnerstag, 3. November 2011

Legal Alien

Tag 2 in NYC

Sting singt in seinem Song "Englishman in New York":
I´m an alien, I´m a legal Alien...an englishman in New York..


Auf deutsch übersetzt heißt "Alien" außerirdisch. Wow, was für eine Erkenntnis.
Aliens werden aber auch die Personen genannt, die sich legal in den USA aufhalten dürfen ohne dessen Staatsbürgerschaft zu besitzen. Stings Text kann man also zweideutig verstehen. Er ist ein legaler Ausländer der sich wie ein Außerirdischer fühlt. So ein bisschen geht es mir hier auch.

Hier sind 3 Dinge die mich noch von New Yorkern unterscheiden.

1. Ich bleibe bei einer roten Ampel stehen.

Das ist ganz falsch und man zeigt sofort das man nicht von hier ist. Hier wird bei Rot gegangen. Die haben hier einfach keine Zeit für eine rote Ampel. Die ersten Stunden habe ich noch brav an der Ampel gewartet, aber nach einer Zeit kam ich mir da sehr einsam vor, denn ich war die einzige, nein halt...ich habe noch ein deutsches Paar getroffen die auch gewartet haben...(Er: sollen wir gehen? Sie: ja komm, schnell).
Nicht nur das bei einer roten Ampel gegangen wird, es spielt auch keine Rolle ob Autos kommen...da läuft man einfach drumherum...und wenn man richtig gut drauf ist, schreibt man dabei noch eine SMS.
Das mache ich jetzt auch so, ich will ja nicht negativ auffallen.

2. Ich antworte auf die Frage Hey, how are you doing mit Fine, thank you.


Ganz kacke, denn das wollen die gar nicht wissen. Hier begrüßt man jeden mit Hey how are you doing und erwartet keine Antwort. Höchstens die Frage zurück. Wenn du also sagst: danke mir geht es gut hast du übersetzt gesagt, ich bin Ausländer und habe keine Ahnung. In Zukunft schweige ich entweder oder stelle die Frage ebenfalls.

3. Ich würde auch mal New Jersey besuchen

Damit macht man sich ganz unbeliebt. Die New Yorker hassen die New Jerseyer. Das ist ähnlich wie Köln und Düsseldorf. Keiner kann es erklären, aber wenn man in Köln lebt, dann lebt man damit das man Düsseldorf nicht zu mögen hat. Daher finde ich New Jersey ab jetzt auch ganz blöd.

In Zukunft laufe ich also sms schreibend über jede rote Ampel, mache mich über die New Jerseyer lustig und frage jeden wie es ihm geht ohne die Antwort wissen zu wollen.

Ich bin heute mit der Metro zur 14. Straße gefahren, im Süden von Manhatten, und dann bis zur 72. Straße gelaufen. 6 Stunden incl. Starbucks Coffee und Wireless Lan nutzen, Pizza bei Sbarros, Golf Driving Range am Hudson River angucken (die Schlagen Golfbälle in Richtung New Jersey ;-) und Eisbahn im Battery Park  bewundern. Am Ende habe ich mir noch das Ziel des New York Marathon im Central Park angesehen. Da wird schon fleißig aufgebaut und trainiert.

Zieleinlauf des NY Marathon am 06.11.



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