Donnerstag, 17. November 2011

..und täglich grüßt die Visitenkarte

Mein Job hat immer noch nicht angefangen so das ich noch viel Zeit habe die tollen Seiten von New York kennen zu lernen. Ich besuche sehr viele Museen auch über Dinge die mich vielleicht auf den ersten Blick nicht interessieren würden. Die Stadt hat so viel zu bieten, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll. Aus New York raus gekommen bin ich noch nicht, obwohl es auch hier noch viele tolle Sachen zu sehen gibt. Ich bin aber noch ein bisschen hier.

Was mir immer mehr Menschen erzählen, von dem ich allerdings persönlich noch nichts mitbekommen habe ist, dass New York ein sehr hart umkämpftes Pflaster ist. Nicht nur im Berufsleben, sondern auch Privat gilt besser, schneller höher und weiter. Das die Stadt viel Energie hat und täglich darum kämpft ihre Superlative zu erhalten, dass kommt auch schon bei mir an, aber Ellenbogen werde ich wohl erst etwas später zu spüren bekommen.

Gestern Abend habe ich mich mal an das New Yorker Nacht oder sagen wir besser Feierabend Leben gewagt. In New York gibt es sehr sehr viele Bars. Ich habe mir einfach eine Bar aus meinen Reiseführer ausgesucht und bin dort um 21 uhr hingegangen. Ich habe mir gedacht, dass ich mit irgendjemand schon ins Gespräch kommen werde und so war es auch. Ich habe mir erst mal ein Cocktail ausgesucht. Ich habe den von der Karte genommen der das Wort Wodka dabei hatte, denn den Rest habe ich nicht verstanden. Ich habe dann dem Barkeeper die Karte hin gehalten und gesagt den da. Mein englisch ist zwar gut, aber den Name konnte man auch nüchtern nicht aussprechen. Mein Getränk kam dann, brav Trinkgeld gegeben und auf einen Hocker gesetzt. Der erste Schluck hat mich dann fast von eben diesen geschmissen. Lieber Himmel, war der stark. Ich wurde also relativ schnell, relativ locker ;-). Neben mir war sich ein Pärchen lustig am unterhalten und es viel ca. 10 mal das Wort "Germany". Das war der perfekte Aufhänger. Ich kleiner Mops als mutig wie ich bin, "Hi, are you somehow connected to Germany?" Und ja sie waren. Die Eltern der Frau waren Deutsche. Sie lebt allerdings schon seit 34 Jahren in den USA. Sie hat sich sehr gefreut wieder Deutsch sprechen zu können und das konnte sie auch sehr gut. Mein Barhocker wurde direkt ran gezogen und wir haben uns gut unterhalten. Nach einer Stunde bin ich nach Hause. Natürlich habe ich wieder Visitenkarten bekommen. "Wenn wir dir irgendwie in New York helfen können!" Ich habe meine Email Adresse hinterlassen und da ich KEINE Visitenkarte hatte musste ich sie in sein Telefon tippen. Das ist nicht New Yorker Style, das muss sich ändern.
Der Rückweg war aber schon wie ein New Yorker...rote Ampeln überquert, wollte nach Hause es hat geregnet...Starbucks Coffee to go, eine Bluesband in der Subway.
Ich werde jetzt mal ernsthaft über Visitenkarten nachdenken.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss für alle die die mal nach New York kommen und Bus fahren. Die hinteren Türen im Bus gehen nicht automatisch auf, sondern man muss sie aufdrücken und auch AUFHALTEN. Sollte man dies nicht wissen, kann es ein böses Erwachen geben wenn der Vordermann beim Aussteigen die Tür los lässt und du damit rechnest das sie aufbleibt.
Meine Nase ist zwar nicht gebrochen, aber ich glaube ich war für kurze Zeit bewusstlos.

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